Meine Reime

Kleine Auszüge aus meinen Reimen:

Zur Weihnacht

Schnee fällt leise im Mondeslicht
der sich als silberner Glanz auf den Tannen bricht
Das Eis auf dem See ruht still und unbewegt
Ein Teppich aus Schnee sich wie Watte darüber legt

Mit Handschuh und Schal, denn es ist bitterkalt
hastet ein Mensch durch Auen und Wald
Ein lautes Knirschen folgt jedem Schritt
hinterlässt seine Spuren dann Tritt für Tritt

Ab und an knacken Zweige am Wegesrand
Der Mensch hat den Wegrain wohl nicht erkannt
Die Äste der Bäume biegen sich Schneebeladen
weisen dazwischen den Weg in verschlungenen Pfaden

Endlich erblickt er in der Ferne ein zartes Licht
Wenn ihn sein Sinn nicht trügt, ist es Kerzenlicht
Bald leuchtet es wärmer und gibt ihm die Kraft
das er die letzten Meter auch noch schafft.

Die Silhouette eines Schuppens vom Dunkel sich trennt
Tatsächlich eine Kerze drinnen leuchtend brennt
Ein Blick durchs Fenster, sein Herz pocht nun schnell
viele Lichter in der Stube strahlen gar silberhell

Nach zaghaftem Klopfen an der hölzernen Tür
heißt man ihn willkommen, bitte bleib hier!
Denn heute ist Weihnacht, kein Mensch sei allein
Drum feiere mit uns im Kerzenschein


SYLVESTER

Ein dumpfes Plopp, es ist soweit,
der Sekt vom Drucke wird befreit.
Schäumend sucht sich die Fontäne den Weg
aus der Flasche nach oben, es ist schon spät.

Krabumm, ein Donnerschlag trifft Hugos Ohr
Ein Zeitgenosse kommt ihm da zuvor.
Die Uhr wohl nicht im Gleichtakt schlägt
oder der Mensch das Warten nicht erträgt.

Das alte Jahr an Zeit verliert,
nur noch Sekunden und es ist passiert.
Prosit Neujahr und alles Gute
säuselt Hugo dann zu seiner Ute.

Man stößt nun an nach alter Sitte
Hugo mit Ute und Bernhard mit Gitte.
Nun über Kreuz und Glückwunsch für alle
Dann geht es schon los mit dem Geknalle..

Ein prasselnd Getose vor dem Hause ertönt,
eine Salve verpufft und hat den Himmel getönt.
Es folgt ein Jaulen und ein Pfeifen,
Ein Lichterblitz entlädt sich unter eines Autos Reifen.

Nun gibt es kein Halten und Warten mehr
Man stürzt auf die Gassen, die vorher noch leer.
Beladen mit Böllern, Raketen und Lunten
bückt man sich zum Entzünden derselben nach unten.

Autsch, verdammt was brennt am Hintern nur?
Ein Querschläger am falschen Ort verursacht Freude pur.
Der Hosenboden mit der angesengten Stelle
wird gekühlt im Schnee nun auf die Schnelle.

Piff, paff, puff, mach bloß die Augen zu,
ein Knallfrosch bahnt sich seinen Weg im Nu
Und wieder macht es piff, puff, paff
Als Täter vermutet man den Stanislaw

Man geht in Deckung an des Hauses Wand
ein Sternenregen vom Balkon wird abgebrannt.
Man spürt etwas heißes dann am Kopfe
verbrannt ist schon des Haares Schopfe.

Ein Sprung in den Hausflur, es ist geschafft.
Man erreichte ihn mit letzter Kraft
Die Luft ist vernebelt, Knall auf Knall,
für dieses Jahr ist es genug mit dem Krawall!

Prost Neujahr wünscht Klaus Martin


Alle Rechte vorbehalten! Klaus Martin